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Süchtig nach GrünDie Natur wieder spüren, riechen und schmecken, neu zu entdecken in meinem Garten, ich liebe mein Grün.Barbara Krasemann im März 2010Mein Garten (Baerbels-Garten)
Meine Gartengeschichte beginnt im August 1985: Mein erster Garten in einer kleinen Reihenhaus-Siedlung drohte nach vier Jahren aus allen nähten zu platzen. Es wurde Zeit, mir ein neues Domizil zu suchen. Viele Gartenträume wollte ich verwirklichen und dafür brauchte ich Platz. Ich fand schliesslich ein kleines Hexenhäuschen 8500 qm mit Wiese am Rand des idyllischen Altmühltals in Thalmässing. Bevor mein neues Haus hergerichtet war, legte ich mich mit drei Quadratmetern Papier auf den Fussboden und entwarf einen Plan vom Garten. Viele verschiedene Gartenzimmer Sollten es werden. Das "Gerüst" des Gartens würde aus Bäumen und Sträuchern gejammert, die Aussenmauern natürlich nur aus Gehölzen meiner umgebenden Landschaft. Meine Sammlerseele wusste aber, dass. eines Tages kaum eine Baumart im Innern des Gartens fehlen würde. Ich liebe das Spiel mit Licht und Schatten und den Farbreichtum der Natur. Meinen neuen Nachbarn Schien es lächerlich, als ich begann, offensichtlich ziellos in eine riesige Wiese das eine oder andere mitten Winzlings - Bäumchen zu setzen. Man wollte mir auch bald nicht mehr die Wiese mähen. Verständlich, denn meine kleinen Sämlinge hatte ich nur mit kurzen Hölzchen markiert, die schnell in der hohen Wiese verschwanden. Mein erstes Werkzeug, neben Harke und Spaten, war dann auch die Sense. Können Sie sich vorstellen, wie ich da in der Wiese hing? Schweiss gebadet mit verbogener Klinge erregte ich bald Mitleid. Ein netter Nachbar, ein Landwirt, gab mir schliesslich schmunzelnd Nachhilfe im Sensen. Da hatte ich mir in den Kopf gesetzt. Mit geringsten Mitteln und sehr viel Durchhaltevermögen SchuF ich mir so mein kleines, grünes Paradies. Ich hatte ja einen Plan, auch könnte ich fröhlich drauflosarbeiten. Unterstützt hat mich mein damals 10 jähriger Sohn Martin, Dessen erste Aktion ein eigenes Erdbeerbeet Krieg. Diese Luftaufnahme von 1986 zeigt das gesamte Areal von 8500qm
Langsam nimmt der zukünftige Garten Gestalt an. Ein Kräutertürmchen entsteht zwischen den ersten Jungbäumen
Später habe ich daneben einen kleinen Steingarten und einen Grillplatz angelegt.
Hier lässt es sich mit einer Kleineren Gesellschaft ganz ordentlich feiern. Das Brot wird nebenan im Backhaus (Foto ganz oben) gebacken.
Dieser ganze Bereich ist nah am Haus.
Die geernteten Kräuter werden bei schönem Wetter einfach an den Dachbalken befestigt und wenn sie ganz trocken sind sofort in grosse Holzkisten gerebelt. Ich sehe bei der Arbeit den unterschiedlichsten Insekten bei der Nahrungsaufnahme zu. Sie scheinen ganz gierig auf meine blühenden Kräuter zu sein. Es summt, brummt und flattert um mich herum und die Luft riecht würzig und süss.
(Foto: Beet in Mischkultur) Mein Blick fällt einen Gartenraum weiter, auf meinen Lieblingsbaum. Es ist eine grosse Goldrobinie. Sie leuchtet den ganzen Sommer und ist das Wahrzeichen des Gartens geworden.
Sie überragt die Bäume und begrüsst mich Mit ihrem hellen Maigrün schon von der Ferne anderen. So wachsen im laufe der Zeit kleine Baumzwerge zu einer gestalteten, grossen Einheit zusammen. Aus der Wiese wurden vielfältige Lebensräume für Nützlinge: so zum Beispiel nach 18 Jahren endlich ein Schattengarten, sonnige Magerwiesen oder ein Feuchtbiotop (siehe Foto: Naturteich mit Tipi).
Frösche und Molche Kröten kann ich hier beobachten. Verschiedene große und kleine Libellen in schillernden Farben tanzen über der Teichoberfläche durch die Luft. Und in der Nacht schwirren mir die Fledermäuse und Glühwürmchen um die Ohren.
Eine artenreiche Vogelwelt findet hier noch einen gedeckten Tisch, zu jeder Jahreszeit. Leider sind auch unliebsame Plagegeister dabei ... Durch die grossen Wiesenflächen und Unterschlupf - Möglichkeiten habe ich auch sehr viele Schnecken im Garten. Dass ich kein Geschenk verwende versteht sich von selbst. .. .. Wie sollte ich dann je ein eine Gemüseernte kommen?
Ich Erinnerte mich an einen Artikel in der Kraut & Rüben und baute mir den perfekten Schneckenzaun. Ich verwendete - statt des teuren Blechs - nur einen Fliegendraht. Die Schnittkanten des feinen Metallgewebes scheinen für Schnecken ein unüberwindbares Hindernis zu sein. Der Kampf gegen die Schnecken Krieg gewonnen. Jeder hat Gartenraum Sitzmöglichkeiten. Ja ich will der Arbeit auch mein Werk in Ruhe betrachten nach Können, oder in einer schattigen Ecke in Ruhe etwas lesen (Foto: Bank unter Mispelbaum).
Die Welt scheint noch in Ordnung, wenn mir in der Dämmerung am Abend Igel über den Weg laufen sterben, oder am Nachmittag die Eidechsen ihr Sonnenbad nehmen. Totholz als Lebensraum für Nützlinge: Das abgestorbene Holz dient einer Vielzahl von Lebewesen als Nahrung und Unterschlupf und Verwandelt sich im Lauf der Zeit zu Humus.
Totholz in der Benjeshecke. Die struppige Hecke wächst im Lauf der Jahre zu einem Schutzwall für Igel, seltene Vögel und einer Vielzahl von Spinnen und Insektenarten heran
Ich werde sicher noch einige Jahrzehnte, ein dem, war einmal ein Garten werden soll, weiter basteln. Wenigstens jetzt steht schon das Grundgerüst. Nun kommen nach und nach die Feinheiten. Ich mache im Winter Gartenkeramik (Foto: Eidechse im Schattengarten) ...
.... oder versuche mal einen Formschnitt im Juni an meinen Buchsbüschen, die ich vor 20 Jahren aus grossen Finger Stecklingen gezogen habe.
Rankhilfe aus Weiden
Aus einem Sturmschaden, abgestürzten einem Ast eines Feuerahorns
Aus der Nähe betrachtet
Nisthilfe aus Weiden
Windspiel aus Weiden
Klangspiel aus Weide und einem Ofenrohr
Im Gemüsegarten
Bis demnächst - in meinem Garten. |






















